Hamburger Abkommen 1964: Warum Sommerferien rotieren
Die Sommerferien werden in Deutschland nicht zentral festgelegt – zuständig sind die Länder. Damit nicht alle 16 Bundesländer gleichzeitig Ferien haben (und Autobahnen + Hotels kollabieren), wurde 1964 das Hamburger Abkommen beschlossen: ein rotierender Ferienkorridor zwischen Mitte Juni und Mitte September.
- Frühe Sommerferien haben typischerweise Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Thüringen, Sachsen
- Späte Sommerferien haben Bayern und Baden-Württemberg – durch Sonderregelung dauerhaft, nicht in der Rotation
- Wechselnd in der Mitte: Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, NRW, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt
Die Sonderrolle Bayerns und Baden-Württembergs hat historisch landwirtschaftliche Gründe (Erntehilfe der Schüler) und ist mit der späteren Pfingstferien-Tradition (zwei Wochen) gekoppelt. Die Sonderregelung wird regelmäßig diskutiert, aber bisher beibehalten.
Wie lange dauern die Sommerferien?
In allen 16 Bundesländern dauern die Sommerferien einheitlich 6 Wochen (rund 42-43 Tage inklusive Wochenenden). Manche Bundesländer haben in der Praxis 1-2 Tage mehr durch günstige Wochenend-Konstellationen am Anfang oder Ende.
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