Die Regelaltersgrenze in Deutschland
Die Regelaltersgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) wurde mit dem RV-Altersgrenzenanpassungsgesetz von 65 schrittweise auf 67 Jahre angehoben. Für Geburtsjahrgänge ab 1964 gilt die volle Regelaltersgrenze von 67 Jahren. Für Jahrgänge zwischen 1947 und 1963 erfolgt die Anhebung in Monatsschritten.
Die Anhebung wurde 2007 vom Deutschen Bundestag beschlossen, um die Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung angesichts des demografischen Wandels zu sichern. Sie wirkt sich direkt auf das Renteneintrittsdatum eines jeden Versicherten aus und ist damit eine zentrale Größe für die persönliche Lebensplanung.
Renteneintritt nach Geburtsjahrgang
Die folgende Tabelle zeigt orientierungshalber, wann Personen verschiedener Geburtsjahrgänge die Regelaltersgrenze erreichen. Das tatsächliche Eintrittsdatum hängt vom konkreten Geburtsdatum ab und wird von der Deutschen Rentenversicherung (DRV) verbindlich festgesetzt.
Früher in Rente – diese Optionen gibt es
Die deutsche Rentenversicherung kennt mehrere Wege in den vorzeitigen Ruhestand. Die wichtigsten:
- Altersrente für besonders langjährig Versicherte: Bei mindestens 45 Beitragsjahren ist ein abschlagsfreier Renteneintritt mit 63 möglich (für ab 1964 Geborene mit 65).
- Altersrente für langjährig Versicherte: Bei mindestens 35 Beitragsjahren möglich – jedoch mit Abschlägen von 0,3 % pro Monat des vorgezogenen Renteneintritts (max. 14,4 %).
- Altersrente für schwerbehinderte Menschen: Bei einem Grad der Behinderung von mindestens 50 ist ein vorzeitiger Renteneintritt ab 62 (mit Abschlägen) bzw. 65 (abschlagsfrei) möglich.
- Erwerbsminderungsrente: Bei nachgewiesener Erwerbsminderung – ohne feste Altersgrenze.
Später in Rente – Zuschläge nutzen
Wer freiwillig über die Regelaltersgrenze hinaus arbeitet, erhält pro Monat 0,5 % mehr Rente. Wer also drei Jahre länger arbeitet, erhöht seine spätere Rente um 18 %. Zusätzlich entstehen weitere Entgeltpunkte durch die Beiträge in dieser Zeit. Diese Variante ist insbesondere für Personen interessant, die vergleichsweise wenige Beitragsjahre haben oder ihre Lebenshaltungskosten im Alter absichern möchten.
Renteneintritt richtig planen
Der Antrag auf Regelaltersrente sollte rund drei Monate vor dem gewünschten Beginn bei der Deutschen Rentenversicherung gestellt werden. Idealerweise verschaffen Sie sich bereits einige Jahre zuvor einen Überblick über Ihren Versicherungsverlauf (Renteninformation), prüfen mögliche Beitragslücken und nutzen die kostenlose Beratung der DRV. Auch eine ergänzende private oder betriebliche Altersvorsorge ist sinnvoll, um die staatliche Rente aufzustocken.
Wichtiger Hinweis zu diesem Rechner
Der Tagerechner bis zur Rente liefert ausschließlich Orientierungswerte. Er ersetzt keine individuelle Renten- oder Vorsorgeberatung. Verbindliche Informationen zu Ihrem persönlichen Renteneintritt, Ihrer Rentenhöhe oder den Voraussetzungen einer Frührente erhalten Sie ausschließlich von der Deutschen Rentenversicherung. Diese Hinweise stellen keine sozialversicherungsrechtliche Beratung dar.