Was ist die SSW (Schwangerschaftswoche)?
Die Schwangerschaftswoche (SSW) ist die international übliche Zählweise einer Schwangerschaft. Gezählt wird ab dem ersten Tag der letzten Periode – nicht ab dem Tag der Befruchtung. Eine Schwangerschaft dauert demnach rechnerisch 40 Wochen oder 280 Tage. Die Befruchtung selbst findet etwa um den 14. Tag (in der 3. SSW) statt.
Die SSW wird im Format SSW X+Y angegeben, wobei X die abgeschlossenen Wochen sind und Y die Tage der laufenden Woche. Beispiel: SSW 12+3 bedeutet, dass 12 Wochen abgeschlossen sind und Sie sich am 3. Tag der 13. Woche befinden.
Naegele-Regel: So wird der ET berechnet
Die Naegele-Regel ist der Standard zur Berechnung des voraussichtlichen Geburtstermins (ET):
ET = Erster Tag der letzten Periode + 7 Tage − 3 Monate + 1 Jahr
Mathematisch entspricht das + 280 Tagen. Der Rechner berücksichtigt zusätzlich Ihre individuelle Zykluslänge: Bei einer Zykluslänge von 30 Tagen (statt der angenommenen 28) wird der ET um 2 Tage später berechnet, bei 26 Tagen entsprechend früher.
Die drei Trimester
Eine Schwangerschaft wird in drei Drittel (Trimester) aufgeteilt:
- 1. Trimester: SSW 1 – SSW 13 (Wochen 1–13). Embryonalphase. Höchstes Fehlgeburtsrisiko in den ersten 12 Wochen, danach sinkt es deutlich. Erste Vorsorgeuntersuchung mit Mutterpass.
- 2. Trimester: SSW 14 – SSW 27 (Wochen 14–27). Häufig die entspannteste Phase: Übelkeit lässt nach, Bauch wächst, Kindsbewegungen werden spürbar. Großer Organultraschall (SSW 19–22).
- 3. Trimester: SSW 28 – Geburt (Wochen 28–40+). Vorbereitung auf die Geburt. Mutterschutz beginnt 6 Wochen vor dem ET. Engmaschigere Vorsorgetermine (alle 2 Wochen, im letzten Monat wöchentlich).
Mutterschutzfristen 2026
Das deutsche Mutterschutzgesetz (MuSchG) regelt klar:
- 6 Wochen vor dem ET beginnt die Schutzfrist vor der Entbindung. Werdende Mütter dürfen in dieser Zeit grundsätzlich nicht arbeiten – nur auf eigenen ausdrücklichen Wunsch (jederzeit widerruflich).
- 8 Wochen nach der Geburt dauert die Schutzfrist nach der Entbindung. Hier gilt absolutes Beschäftigungsverbot.
- 12 Wochen nach der Geburt verlängert sich die Schutzfrist bei Frühgeburten (Geburt vor SSW 37) und bei Mehrlingsgeburten.
- 12 Wochen auch bei Geburt eines Kindes mit nachgewiesener Behinderung (auf Antrag).
Während des Mutterschutzes erhalten Sie Mutterschaftsgeld von Ihrer Krankenkasse (bei gesetzlich Versicherten) und ggf. einen Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld.
Vorsorgetermine im Überblick
Der Mutterpass sieht folgende Untersuchungen vor:
- Erstuntersuchung in SSW 6–8: Ultraschall, Bluttests, Mutterpass
- 1. Großer Ultraschall in SSW 9–12 (Nackentransparenzmessung optional)
- 2. Großer Ultraschall in SSW 19–22 (Organultraschall)
- 3. Großer Ultraschall in SSW 29–32
- Vorsorgetermine: alle 4 Wochen bis SSW 32, alle 2 Wochen bis SSW 36, dann wöchentlich
Wie genau ist die Berechnung?
Der Rechner liefert eine mathematisch exakte Schätzung auf Basis der Naegele-Regel. Die tatsächliche Geburt findet jedoch nur in etwa 4 % der Fälle exakt am ET statt. Etwa 80 % der Geburten liegen im Bereich SSW 38–42 (also ± 14 Tage um den ET). Eine medizinische Anpassung des ET erfolgt häufig nach dem ersten Ultraschall in SSW 8–13, basierend auf der Scheitel-Steiß-Länge.
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- Tage Rechner Datum – Tage zwischen zwei beliebigen Datumsangaben berechnen.
- Wochentag berechnen – an welchem Wochentag fiel ein bestimmtes Datum?
- Alter berechnen – wie alt ist das Kind in Tagen, Wochen und Monaten?
- Countdown – Live-Countdown bis zum Geburtstermin.
- Feiertage Deutschland – wichtig für die Planung von Mutterschutz und Elternzeit.